Webdesign für Handwerker: Leistungen, Anfragen und Kosten

Veröffentlicht: · Aktualisiert: · Lucas Kleipoedszus

Wer einen Handwerksbetrieb sucht, möchte drei Dinge klären: Übernimmt der Betrieb meine Arbeit? Liegt mein Objekt im Einsatzgebiet? Wie kann ich eine brauchbare Anfrage stellen? Eine Website sollte diese Fragen schneller beantworten als ein Telefonat voller Rückfragen.

Schematische Projektanfrage für Handwerksbetriebe mit Leistung, Einsatzort, Zeitraum und optionalen Bildern

Eigene Grafik. Die abgebildeten Schritte erklären den Ablauf und stellen keine echten Kundenanfragen dar.

Was kostet eine Handwerker-Website?

Das handwerkweb-Paket von lkmedia richtet sich an SHK- und Elektrobetriebe. Die Einrichtung kostet 1.990 €, die monatliche Betreuung 69 €, jeweils inklusive Umsatzsteuer. Bei 12 Monaten Mindestlaufzeit betragen Einrichtung und zwölf Monatsbeiträge zusammen 2.818 €, zuzüglich Domainkosten.

EnthaltenVorher klären
Website mit Leistungen, Einsatzgebiet, Referenzen und KontaktEchte Texte, angebotene Arbeiten, Einsatzradius
Projektanfrage mit bis zu fünf FotosZuständige Empfänger, Bearbeitungsweg und Datenschutz
Getrennte KurzbewerbungWelche Stellen wirklich offen sind
Hosting, Updates, kleinere ÄnderungenWer Änderungen beauftragt, wer sie freigibt

Das Paket ersetzt kein CRM, kein Warenwirtschaftssystem und keinen Notdienst. Zusätzliche Schnittstellen, Fotografie und umfangreiche Texte müssen separat vereinbart werden.

1. Leistungen so beschreiben, dass passende Kunden anfragen

„Heizung“, „Elektro“ oder „Sanitär“ ist oft zu allgemein. Wer beispielsweise eine Wärmepumpe tauschen lassen möchte, braucht eine konkrete Aussage: Unterstützt der Betrieb diesen Auftrag? Für welchen Gebäudetyp? In welcher Region? Welche Vorinformationen sind hilfreich?

Nennen Sie auch klare Leistungsgrenzen. Wer keine privaten Kleinreparaturen annimmt oder aktuell nur Bestandskunden betreut, sollte das sachlich sagen. Das spart Kunden Frust und dem Betrieb ungeeignete Anfragen.

2. Einsatzgebiet statt künstlicher Ortsseiten

Zeigen Sie die tatsächlich bedienten PLZ-Gebiete beziehungsweise Orte. Wenn es mehrere reale Niederlassungen gibt, können eigene Seiten mit Adresse, Team und Ansprechpartner sinnvoll sein. Fünf austauschbare Seiten mit fünf Ortsnamen helfen Kunden dagegen nicht. Ein echter lokaler Nachweis kann eine freigegebene Projektbeschreibung sein: Aufgabe, Ort auf angemessen allgemeinem Niveau, Ausführung und Bild.

Für lokale Suche nennt Google Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Ein zusätzlicher Ortsname ändert nicht die Entfernung eines Betriebs.

3. Projektanfrage mit den richtigen Angaben

Eine strukturierte Anfrage hilft bei der ersten Sichtung. Für eine fiktive Wärmepumpen-Anfrage wären beispielsweise diese Angaben hilfreich:

Frage im FormularWozu sie dient
Anliegen: HeizungstauschAn die passende Fachperson weiterleiten
PLZ und ObjektartEinsatzgebiet und Projektart einordnen
Gewünschter ZeitraumDringlichkeit und Planung abschätzen
Kurze BeschreibungVorabfragen eingrenzen
Bis zu fünf Fotos, optionalBestehende Situation besser verstehen
KontaktwegRückfragen beantworten

Ein Formular ersetzt keine Besichtigung und keine verbindliche Angebotserstellung. Vermeiden Sie unnötige persönliche Details und prüfen Sie, ob hochgeladene Bilder sensible Informationen enthalten. Für akute Gefahren gehört ein klarer Hinweis auf den geeigneten Notfallkontakt an die passende Stelle. Eine gewöhnliche Web-Anfrage ist keine Notdienst-Zusage.

4. Bewerbungen getrennt von Kundenaufträgen führen

Eine Bewerberin möchte etwas anderes als ein Kunde: offene Stellen, Arbeitsort, Tätigkeiten und einen unkomplizierten Rückkanal. Deshalb sollten Bewerbungen ein eigenes Formular beziehungsweise einen eigenen Kontaktweg haben.

Die Kurzbewerbung kann eine erste Kontaktaufnahme ermöglichen, ohne dass sofort ein vollständiger Lebenslauf hochgeladen werden muss. Welche Angaben erhoben werden, ist mit den Verantwortlichen abzustimmen. Stellen sollten nur sichtbar bleiben, solange der Betrieb tatsächlich Bewerbungen annimmt.

5. Referenzbilder, die etwas erklären

Ein Foto ist dann nützlich, wenn Leser erkennen können, was gemacht wurde: „Heizungstausch im bewohnten Einfamilienhaus, Zugang nur über den Keller“ sagt mehr als „Unser Projekt“. Nutzen Sie nach Möglichkeit eine Vorher-/Nachher-Perspektive, aber nur mit Einwilligung und ohne private Wohn- oder Kundendetails preiszugeben.

Die handwerkweb-Demo zeigt Funktionsumfang und Gestaltung an einem Musterbetrieb. Sie ist keine SHK- oder Elektro-Kundenreferenz. Tatsächlich veröffentlichte Projekte finden Sie unter Referenzen.

Wie läuft der Start ab?

  1. Betrieb, Gewerk, Ansprechpartner und tatsächliches Einsatzgebiet festlegen.
  2. Leistungsbeschreibungen, offene Stellen und freigegebene Bilder liefern.
  3. Die Empfänger für Projektanfragen und Bewerbungen bestimmen.
  4. Vorschau mobil testen: mindestens eine vereinbarte Test-Projektanfrage und eine Test-Bewerbung durchlaufen lassen.
  5. Rechtliche Angaben freigeben, Domain prüfen und Website veröffentlichen.
Sobald Ihre Angaben und die benötigten Bilder vollständig vorliegen, erhalten Sie in der Regel innerhalb von 7 Werktagen eine Vorschau. Wir veröffentlichen Ihre Website nach Ihrer Freigabe.

Eine spätere Änderung an einer Leistung, Stelle oder Telefonnummer braucht einen klar benannten Verantwortlichen. Vereinbaren Sie, welche kleinen Änderungen im Paket enthalten sind und wann gesonderter Aufwand entsteht.

Welche Zahlen sind nach dem Start sinnvoll?

Neben Suchklicks und Formularsendungen zählt vor allem, wie viele bearbeitbare Projektanfragen im Einsatzgebiet entstehen. Zählen Sie Bewerbungen separat und vergleichen Sie ähnliche Zeiträume. Eine Anfrage ist noch kein Auftrag, und ein Ranking ist kein Umsatz.

Nächster Schritt: Handwerker-Website und Konditionen ansehen oder den Umfang eines individuellen Projekts besprechen.