Webdesign für Handwerker: Leistungen, Anfragen und Kosten
Wer einen Handwerksbetrieb sucht, möchte drei Dinge klären: Übernimmt der Betrieb meine Arbeit? Liegt mein Objekt im Einsatzgebiet? Wie kann ich eine brauchbare Anfrage stellen? Eine Website sollte diese Fragen schneller beantworten als ein Telefonat voller Rückfragen.
Eigene Grafik. Die abgebildeten Schritte erklären den Ablauf und stellen keine echten Kundenanfragen dar.
Was kostet eine Handwerker-Website?
Das handwerkweb-Paket von lkmedia richtet sich an SHK- und Elektrobetriebe. Die Einrichtung kostet 1.990 €, die monatliche Betreuung 69 €, jeweils inklusive Umsatzsteuer. Bei 12 Monaten Mindestlaufzeit betragen Einrichtung und zwölf Monatsbeiträge zusammen 2.818 €, zuzüglich Domainkosten.
| Enthalten | Vorher klären |
|---|---|
| Website mit Leistungen, Einsatzgebiet, Referenzen und Kontakt | Echte Texte, angebotene Arbeiten, Einsatzradius |
| Projektanfrage mit bis zu fünf Fotos | Zuständige Empfänger, Bearbeitungsweg und Datenschutz |
| Getrennte Kurzbewerbung | Welche Stellen wirklich offen sind |
| Hosting, Updates, kleinere Änderungen | Wer Änderungen beauftragt, wer sie freigibt |
Das Paket ersetzt kein CRM, kein Warenwirtschaftssystem und keinen Notdienst. Zusätzliche Schnittstellen, Fotografie und umfangreiche Texte müssen separat vereinbart werden.
1. Leistungen so beschreiben, dass passende Kunden anfragen
„Heizung“, „Elektro“ oder „Sanitär“ ist oft zu allgemein. Wer beispielsweise eine Wärmepumpe tauschen lassen möchte, braucht eine konkrete Aussage: Unterstützt der Betrieb diesen Auftrag? Für welchen Gebäudetyp? In welcher Region? Welche Vorinformationen sind hilfreich?
Nennen Sie auch klare Leistungsgrenzen. Wer keine privaten Kleinreparaturen annimmt oder aktuell nur Bestandskunden betreut, sollte das sachlich sagen. Das spart Kunden Frust und dem Betrieb ungeeignete Anfragen.
2. Einsatzgebiet statt künstlicher Ortsseiten
Zeigen Sie die tatsächlich bedienten PLZ-Gebiete beziehungsweise Orte. Wenn es mehrere reale Niederlassungen gibt, können eigene Seiten mit Adresse, Team und Ansprechpartner sinnvoll sein. Fünf austauschbare Seiten mit fünf Ortsnamen helfen Kunden dagegen nicht. Ein echter lokaler Nachweis kann eine freigegebene Projektbeschreibung sein: Aufgabe, Ort auf angemessen allgemeinem Niveau, Ausführung und Bild.
Für lokale Suche nennt Google Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Ein zusätzlicher Ortsname ändert nicht die Entfernung eines Betriebs.
3. Projektanfrage mit den richtigen Angaben
Eine strukturierte Anfrage hilft bei der ersten Sichtung. Für eine fiktive Wärmepumpen-Anfrage wären beispielsweise diese Angaben hilfreich:
| Frage im Formular | Wozu sie dient |
|---|---|
| Anliegen: Heizungstausch | An die passende Fachperson weiterleiten |
| PLZ und Objektart | Einsatzgebiet und Projektart einordnen |
| Gewünschter Zeitraum | Dringlichkeit und Planung abschätzen |
| Kurze Beschreibung | Vorabfragen eingrenzen |
| Bis zu fünf Fotos, optional | Bestehende Situation besser verstehen |
| Kontaktweg | Rückfragen beantworten |
Ein Formular ersetzt keine Besichtigung und keine verbindliche Angebotserstellung. Vermeiden Sie unnötige persönliche Details und prüfen Sie, ob hochgeladene Bilder sensible Informationen enthalten. Für akute Gefahren gehört ein klarer Hinweis auf den geeigneten Notfallkontakt an die passende Stelle. Eine gewöhnliche Web-Anfrage ist keine Notdienst-Zusage.
4. Bewerbungen getrennt von Kundenaufträgen führen
Eine Bewerberin möchte etwas anderes als ein Kunde: offene Stellen, Arbeitsort, Tätigkeiten und einen unkomplizierten Rückkanal. Deshalb sollten Bewerbungen ein eigenes Formular beziehungsweise einen eigenen Kontaktweg haben.
Die Kurzbewerbung kann eine erste Kontaktaufnahme ermöglichen, ohne dass sofort ein vollständiger Lebenslauf hochgeladen werden muss. Welche Angaben erhoben werden, ist mit den Verantwortlichen abzustimmen. Stellen sollten nur sichtbar bleiben, solange der Betrieb tatsächlich Bewerbungen annimmt.
5. Referenzbilder, die etwas erklären
Ein Foto ist dann nützlich, wenn Leser erkennen können, was gemacht wurde: „Heizungstausch im bewohnten Einfamilienhaus, Zugang nur über den Keller“ sagt mehr als „Unser Projekt“. Nutzen Sie nach Möglichkeit eine Vorher-/Nachher-Perspektive, aber nur mit Einwilligung und ohne private Wohn- oder Kundendetails preiszugeben.
Die handwerkweb-Demo zeigt Funktionsumfang und Gestaltung an einem Musterbetrieb. Sie ist keine SHK- oder Elektro-Kundenreferenz. Tatsächlich veröffentlichte Projekte finden Sie unter Referenzen.
Wie läuft der Start ab?
- Betrieb, Gewerk, Ansprechpartner und tatsächliches Einsatzgebiet festlegen.
- Leistungsbeschreibungen, offene Stellen und freigegebene Bilder liefern.
- Die Empfänger für Projektanfragen und Bewerbungen bestimmen.
- Vorschau mobil testen: mindestens eine vereinbarte Test-Projektanfrage und eine Test-Bewerbung durchlaufen lassen.
- Rechtliche Angaben freigeben, Domain prüfen und Website veröffentlichen.
Eine spätere Änderung an einer Leistung, Stelle oder Telefonnummer braucht einen klar benannten Verantwortlichen. Vereinbaren Sie, welche kleinen Änderungen im Paket enthalten sind und wann gesonderter Aufwand entsteht.
Welche Zahlen sind nach dem Start sinnvoll?
Neben Suchklicks und Formularsendungen zählt vor allem, wie viele bearbeitbare Projektanfragen im Einsatzgebiet entstehen. Zählen Sie Bewerbungen separat und vergleichen Sie ähnliche Zeiträume. Eine Anfrage ist noch kein Auftrag, und ein Ranking ist kein Umsatz.
Nächster Schritt: Handwerker-Website und Konditionen ansehen oder den Umfang eines individuellen Projekts besprechen.